Fettes All-Female-Paket mit allen Facetten des Metal
Nach einer 13-jährigen Albumpause kehrte die kanadische Band Kittie 2024 ins Rampenlicht zurück. „Fire“ enthält alle Trademarks, für die das Quartett bekannt ist: Härte, Groove und melodiöse Eingängigkeit.
1996 im zarten Jugendalter gegründet, wendet man sich zunächst dem Genre Hardcore zu, bevor im Jahre 2000 das Debütalbum „Spit“ erscheint, welches sich eher in Richtung Nu Metal der Marke Korn bzw Slipknot bewegt. Das Werk kommt bei Fans und Kritikern gleichermaßen gut an, reizvolle Supportshows (Pantera/Slipknot/Ozzfest) sind die Folge und schon ein Jahr nach Release erreicht „Spit“ Goldstatus. Mehrere Alben und Besetzungswechsel später, ziehen Kittie vor allem live fleißig über die Kontinente und überraschen Anfang 2024 mit der Singleauskopplung „Vultures“ – einem fiesen Death Metal-Brocken, der Lust auf das neue Album machen sollte.
„Wenn uns vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, dass wir 2024 neue Musik von Kittie veröffentlichen würden, hätten wir ihn sofort abgewiesen. Es fühlt sich an wie etwas Tieferes als Schicksal, das uns wieder zusammengebracht hat und es uns ermöglicht, etwas Furchtloses und Magisches für euch zu schaffen. Wir haben im letzten Jahr unglaublich hart gearbeitet und uns mit dem ultimativen Dreamteam - Nick Rasculinecz (Foo Fighters, Deftones) - umgeben, um dieses Album zu verwirklichen. Wir können es kaum erwarten, dass ihr euch in der Leidenschaft und Kraft von „Fire“ verliert.“, sagt Frontfrau Morgan Lander.
Wenn das mal keine guten Aussichten für eindrucksvolle Liveshows sind?
Angefeuert wird die Show von Crypta, einer brasilianischen Death Metal Band, die klassische mit modernen Death Metal-Elementen vermischt und das Ganze mit Extreme Metal-Verweisen veredelt. Aktuell hat die Band mit "Shades Of Sorrow" den Nachfolger seines von Kritikern gelobten 2021er Debüts "Echoes Of The Soul" am Start - ein Album, das wütend und kompromisslos vor sich hin faucht und von Anfang an klar macht, wer hier das Sagen hat. Das Song-Material beschwört insgesamt eine finstere Atmosphäre herauf. Mit wilden Growls von Sekunde eins an sorgen Crypta für offene Münder. Live begeistern Crypta auf Festivals und Clubs gleichermaßen mit ihrer Dynamik und einer rohen Energie, die ihresgleichen sucht.
Den Abend eröffnen werden Vexed aus Großbritannien. Ihr Sound ist auf fokussierte Brutalität und Street Credibility ausgelegt und am ehesten mit Progressive-Modern Metal zu beschreiben. Megan Targetts boshaftes Stimmorgan, welches zwischen giftig-tiefen Growls, klaren Vocals und imponierenden Rap-Parts pendelt, passt hervorragend zur technisch versierten Arbeit ihrer Bandkollegen an den jeweiligen Instrumenten. Die Newcomer aus UK gelten derzeit als einer der vielversprechendsten Alternative-Metal Acts in der Szene und dürften besonders bei Fans von Jinjer oder Whitechapel auf fruchtbaren Boden fallen.
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