Schweizer Thrash-Metal Export mit technischer Raffinesse und einer großen Bandbreite an musikalischen Einflüssen
Kaum eine Band heimste letztes Jahr derart viele gute Kritiken in der Presse ein wie Coroner für ihr neues Album „Dissonance Theory“. So schreibt Boris Kaiser vom "Preis der deutschen Schallplattenkritik": „Mit »Dissonance Theory« gelingt den Schweizern das Kunststück, Vergangenheit nicht zu zitieren, sondern zu transzendieren. Mehr als drei Jahrzehnte nach »Grin« klingt diese Thrash-Metal-Band nicht abgeklärt, sondern wacher denn je. Geschmackssicherheit zeigt sich hier als Mut zur Präzision, Eleganz als kontrollierte Eskalation.
Zwischen chirurgischer Härte, progressiver Raffinesse und düsterer Atmosphäre entfaltet sich eine Musik, die vor allem durch Konsequenz überzeugt. Coroner verweigern Nostalgie, kultivieren Einzigartigkeit – und wirken gerade deshalb zeitlos, souverän und erschreckend relevant.“
Die Rock-Magazine Metal Hammer und Rock Hard tönen ähnlich euphorisch und küren das Werk zum „Album des Monats“. In ihrer Schweizer Heimat landet das Album auf Platz 4 der Albumcharts und auch hierzulande steigt das Werk auf Platz 31 ein – nicht schlecht für eine Thrash-Band, die über 30 Jahre von der Bildfläche verschwunden war. Tommy Vetterli (Gitarrist), Ron Broder (Bass, Gesang) und Schlagzeuger Diego Rapacchietti behalten den Groove ihres letzten Albums „Grin“ bei, versehen es mit einem angenehmen Maß an Komplexität und schaffen es dennoch, eingängig zu bleiben.
In Sachen technischem Thrash-Metal waren Coroner schon immer der Konkurrenz voraus. 1984 in Zürich gegründet, erhält bereits ihr Debüt „R. I. P.“ hervorragende Kritiken, was sich über die nächsten fünf Veröffentlichungen nicht ändern sollte. Ihr mit progressiven Einflüssen angereicherter, präziser Industrial-Sound fasziniert Metalfans auf der ganzen Welt und verhilft Coroner zu einem Status, der weit über die Metal-Welt hinausgeht.
Live macht sich die Band eher rar, so kommen nach den drei deutschen Clubgigs Ende 2025 lediglich drei im Herbst '26 hinzu.
Im Vorprogramm ist die belgische Death/Thrash-Band Schizophrenia sowie das Schweizer Doom-Monster Tar Pond zu sehen.
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